Katzenleben
Katze - Samtpfote - Stubentiger
Viele von uns sind mit Haustieren aufgewachsen. Hier möchte ich eine Lanze
für die Samtpfoten brechen. Wer jemals mit einer Katze in einem Haushalt
gewohnt hat wird bestätigen, dass diese Tiere ein ganz besonderes Eigenleben
führen. Einerseits sind sie von ihren Pflegeeltern abhängig, damit sie mit
Futter versorgt werden und das Katzenklo immer schön sauber ist.
Andererseits sind sie unabhängig und lassen sich nicht bitten, sondern
handeln nach ihrem eigenen Gutdünken. Sie kommen nicht immer, wenn man sie
ruft, sie überlegen sich das erstmal gründlich nach dem Motto will ich das
jetzt auch oder lasse ich es bleiben.
Ich durfte als Kind nie ein Haustier haben, aber in der Zwischenzeit ist bei mir die dritte Katze ins Haus
eingezogen. Meine erste war eine gewöhnlich getigerte Hauskatze, die zweite
ist mir zugelaufen und hat sich so wohl bei mir gefühlt, dass ich ihr Asyl
gewährt habe.
Sie war ganz schwarz und hatte wunderschöne grüne Augen. Sie
ist sehr alt geworden trotz Diabetes. Meine Liebe ging so weit, dass ich sie
zweimal am Tag mit Insulin gespritzt habe.
Jetzt habe ich eine kleine Sophie bei mir, sie ist eine dreifarbige Glückskatze. Ein Haus ohne Katze ist ein
trauriges Haus. Es ist so wunderbar, wenn dieses kleine verschmuste Kätzchen
sich an mich schmiegt und vor Wonne schnurrt.
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Katze Sophie
Sophie ist die erste Katze,
die mich mit Küssen weckt, aber nur, weil sie hungrig ist. Allerdings ist sie
so schlau, dass sie sich auch selbst bedient und die Beutel so lange mit
Zähnen und Krallen bearbeitet, bis der Inhalt erreichbar wird.
Es ist schön
nach Hause zu kommen und es erwartet einen der Stubentiger. A propos Tiger:
Sophie hat ihre spitze Zähnchen nicht nur zum Fressen, sondern sie macht
sich ein Spiel daraus, mich von hinten in die Fesseln zu schnappen. Es ist
wirklich nur ein Spiel, aber es tut schon etwas weh. Manche meiner Freunde
hat sie auf dem Kicker und aus dem Nichts schlägt sie mit ihren Krallen nach
ihnen.
Ich habe den Eindruck, sie ist nachtragend, zumindest hat sie ein
Freund mal geärgert und sie hat sich mit einer Retourkutsche später
überraschend revanchiert. Also man sollte es sich mit den Samtpfoten nicht
verscherzen. Sie sind sonst die angenehmsten Begleiter im Alltag. Sie müssen
nicht Gassi geführt werden, sie sind auch im Haus ganz glücklich.
Meine Katzen waren aber alle daran gewöhnt, in den Garten zu gehen. Das ist
ungemein spannend für Katzen, da gibt es Mäuse, Käfer und vor allem Vögel,
denen man nachjagen kann. Auch die vielen Bäume laden zum Klettern und
Krallenabwetzen ein. Alle meine Katzen haben auch an den Gräsern genagt, das
tut ihnen gut und verhindert, dass sich ihre Haare, die sie beim Putzen
schlucken, zu Haarklumpen verdicken. Haben Sie gewußt, dass Katzen nur in
Gesellschaft von Menschen so viel Miauen, sie imitieren unsere Stimme und
kommunizieren so mit uns.
Katzen können so putzig sein, in der Wohnung erobern sie sich schnell ihren
eigenen Platz. Das kann der bequeme Sessel sein für das Nickerchen am Tag,
in der Nacht schlafen die Katzen am liebsten angekuschelt an ihren
menschlichen Futterversorger.
Ich möchte meine Samtpfote nicht mehr missen,
so sehr genieße ich das Zusammensein mit ihr.
Text: ISAKI 20.6.2009
http://www.midasworld.biz/tower/katzen.html
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